Warum impfen?

Viele Infektionskrankheiten werden unterschätzt. Sie können zu schweren Erkrankungen führen, Spätfolgen verursachen oder tödlich enden. Durch Schutzimpfungen können diese Risiken vermieden werden.

Wie schützt die Impfung?
Durch die Injektion von abgetöteten, abgeschwächten Krankheitserregern oder ihren Teilen werden körpereigene Abwehrstoffe gebildet. Bei späteren Infektionen mit lebenden Krankheitserregern kommt die Krankheit gar nicht oder nur abgeschwächt zum Ausbruch.

 
Aktuelle Impfaktionen

Derzeit gibt es folgende Impfstoff-Aktionen:
FSME: Aktionszeitraum 1.2.2026 bis 31.8.2026
FSME: Kassenzuschüsse 1.1.2026 bis 31.12.2026

 
FSME Impfaktion vom 01.02.2026 - 31.08.2026

Die Abkürzung FSME steht für Frühsommer-Meningoencephalitis. Das ist eine Entzündung von Gehirn und Gehirnhaut. Die Erkrankung beginnt mit Beschwerden wie bei einer Grippe und bessert sich zuerst wieder. Nach etwa 7 Tagen kommt es zu hohem Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Nacken-Steifigkeit und manchmal auch Lähmungen. Oft bleiben dauerhafte Schäden zurück. Es gibt keine Behandlung der FSME selbst, nur die Beschwerden können gelindert werden.
Das FSME-Virus wird meist von Zecken bei einem Stich auf Menschen übertragen. Das Virus kommt in ganz Österreich, aber auch in anderen Ländern Mittel- und Osteuropas vor. Vom Stich der infizierten Zecke bis zur Erkrankung dauert es 2 bis 28 Tage. FSME wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Die FSME-Impfung bietet einen guten Schutz gegen die Erkrankung. Der Biss einer Zecke kann auch zu Borreliose führen; gegen diese Krankheit gibt es keine Impfung, aber gute Behandlungs-Möglichkeiten.

 
Keine Verlängerung der HPV-Impfaktion für Personen vom 21. bis zum 30. Geburtstag

Gratis-Erstimpfungen gegen HPV für Personen vom 21. bis 30. Geburtstag sind nur mehr bis 31.12.2025 möglich gewesen. Für diese Personen sind Zweitimpfungen noch bis 30.06.2026 möglich. Danach endet die zeitlich befristete Nachhol-Impfaktion für Personen vom 21. bis 30. Geburtstag.

Humane Papillomaviren stellen eine große Virusgruppe dar, die zu abnormem Zellwachstum beim Menschen führen kann und Krebsvorstufen, Krebs sowie Genitalwarzen verursachen können. Es sind mehr als 200 HPV Typen bekannt, von denen mindestens 14 krebsverursachende Wirkungen haben. Humane Papillomaviren werden durch direkten Schleimhautkontakt übertragen, etwa bei sexuellen Kontakten oder in seltenen Fällen auch während der Geburt von der Mutter auf das Kind. Eine Ansteckungsgefahr besteht, solange eine (chronische) Infektion vorliegt. Kondome bieten keinen sicheren Schutz vor einer Ansteckung mit HPV.
Ansteckungen mit krebsverursachenden HPV Typen (Typ 16 und 18) sind beispielsweise für über 70 % aller bösartigen Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. 
Humane Papillomaviren (HPV) sind weltweit verbreitet. Etwa 80 % aller Frauen und Männer werden im Laufe ihres Lebens mit genitalen HPV infiziert. Gebärmutterhalskrebs ist die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen weltweit.
Die Impfung senkt das Risiko für Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs um bis zu 90 %, auch das Risiko für Krebs an Rachen, Kehlkopf, Scheide, Anus und Penis wird deutlich gesenkt. Die Impfung gegen Humane Papillomaviren enthält jene Virustypen, die die beschriebenen Erkrankungen am häufigsten verursachen und ist für alle Personen bis zum vollendeten 30. Lebensjahr empfohlen, danach optional.
Dabei sind zwei Impfungen empfohlen. Die 2. Dosis sollte nach mindestens 6 Monaten bis maximal 12 Monaten verabreicht werden. Im Alter vom vollendeten 15. bis zum vollendeten 30. Lebensjahr handelt es sich bei Anwendung des 2-Dosen-Schemas um eine off-label-Anwendung, die laut Impfplan Österreich empfohlen wird.
Ab dem vollendeten 30. Lebensjahr wird die HPV-Impfung in einem 3-Dosen-Schema empfohlen.

 

Nationales kostenloses Kinderimpfkonzept
 
Impfung Anmerkung Zeitraum
Masern-Mumps-Röteln ohne Altersbeschränkung  
Meningokokken vom vollendeten 10. - zum vollendeten 13 Lebensjahr  
Rotavirus bis zur Vollendung der 24. Lebenswoche  
Diphterie-Tetanus-Pertussis-Poliomyelitis-Haemophilus Typ b-Hepatitis B bis zum vollendeten 6 Lebensjahr  
Diphterie-Tetanus-Pertussis-Poliomyelitis vollendetem 5-LJ./im 6. LJ. für Schulkinder eine zweite Auffrischung nach 5 Jahren bzw. spätestens in der 8. Schulstufe/ im 14. bzw. 15. LJ./ vor Ende des Pflichtschulalters  
HPV (Humane Papillomaviren) vom vollendeten 9. bis 12. Lebensjahr  
HPV Im HPV-Nachhol-Impfprogramm für Personen ab dem 21. bis zum 30. Geburtstag sind seit 01.01.2026 nur mehr Zweitimpfungen vorgesehen Nachhol-Impfungen enden mit 30.06.2026
Pneumokokken bis zum vollendeten 2. Lebensjahr  
Hepatitis B vom vollendeten 7. - 15. Lebensjahr  
RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) Kinder bis zu/ab einem Körpergewicht von 5 kg und Risikokinder bis zu 24 Monate  


Burgenländisches Kinderimpfkonzept 2026 - kostenpflichtig
 
Impfung Anmerkung Zeitraum
HPV (Humane Papillomaviren) Jugendliche und Erwachsene ab dem 21. Lebensjahr/ Preis € 154,- bis 31.12.2026
Meningokokken B Säuglinge im 1. Lebensjahr/ Preis: € 58,- bis 31.12.2025 und Auffrischungen in 2027
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