Kopfläuse können jeden treffen
Das Wichtigste vorweg: Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie können sich in frisch gewaschenem Haar genauso wohlfühlen und werden hauptsächlich durch direkten Haar-zu-Haar-Kontakt übertragen.
Typisch für einen Befall ist Juckreiz, dieser muss jedoch nicht immer sofort auftreten. Deshalb lohnt es sich gerade dann, wenn in Schule oder Kindergarten Läuse gemeldet werden, die Haare der ganzen Familie regelmäßig zu kontrollieren. Besonders genau sollte man hinter den Ohren, im Nacken und an den Schläfen nachsehen.
Was gehört zur Läuse-Ausstattung für zu Hause?
Wenn tatsächlich Läuse entdeckt werden, ist schnelles und konsequentes Handeln gefragt. Zur Behandlung stehen spezielle Mittel zur Verfügung. Zusätzlich ist ein Läuse- bzw. Nissenkamm hilfreich, mit dem die feuchten Haare sorgfältig Strähne für Strähne ausgekämmt werden können. Je nach verwendetem Produkt kann nach einigen Tagen eine Wiederholung der Behandlung erforderlich sein. Deshalb sollte die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Produktes genau beachtet werden.
Den Täter erkennen...
Kopfläuse sind flügellose Insekten, die als Parasiten nur bei Menschen vorkommen und sich ausschließlich von Blut ernähren. Die lebende Laus ist nur etwa so groß wie ein Sesamkorn und daher schwer zu entdecken. Wesentlich einfacher sind die Lauseier oder Nissen zu finden. Diese haften wie klebrige, weiße Schuppen an den Haaren. Einfacher Trick: Wenn man draufbläst und die kleinen weißen Tupfen verschwinden, handelt es sich um Schuppen. Bleiben sie, sollten sie genauer unter die Lupe genommen werden.
...und gründlich bekämpfen
Kopfläuse gehen nicht von alleine weg, eine gründliche Behandlung ist daher essenziell. Als ersten Schritt sollte die Schule/der Kindergarten informiert werden bzw. jene Personen, die mit dem Kind in engen Kontakt gestanden haben.
Vorbeugen statt in Panik geraten
Übermäßige Panik ist beim Thema Kopfläuse ebensowenig angebracht wie zu langsames Reagieren. Einen hundertprozentigen Schutz vor Kopfläusen gibt es nicht. Sinnvoll ist es jedoch, die Haare der Kinder regelmäßig zu kontrollieren und bei einem Läusefall im Umfeld besonders aufmerksam zu sein. Daneben gibt es auch Produkte zur vorbeugenden Anwendung.
Unser Tipp zum Schul- und Kindergartenstart
Warten Sie nicht erst auf den ersten Läuse-Alarm! Gerade wenn es schnell gehen muss, ist es angenehm, die wichtigsten Produkte bereits zu Hause zu haben.
Decken Sie sich deshalb jetzt in Ruhe mit einem Läuse- und Nissenkamm, einem geeigneten Mittel für den Fall eines Befalls und – wenn gewünscht – einem Produkt zur vorbeugenden Anwendung ein.
So sind Sie vorbereitet und können im Fall der Fälle rasch und ohne unnötigen Stress reagieren.
Wichtig zu wissen:
- Kopfläuse sind kein Hygieneproblem, man muss sich nicht schämen
- Kopfläuse können nicht springen oder fliegen
- Nissen lassen sich nicht abschütteln, haben eine ovale Form, kleben am Haar und lassen sich daher leicht von Schuppen unterscheiden
- Test, ob mein Kind Läuse hat: Haarshampoo auf das Haar geben, Strähne für Strähne durchkämmen, Kamm mit Küchenpapier abwischen
- Behandlung mit speziellen Läuse-Produkten empfehlenswert, da keine Substanz in den Körper gelangt und daher auch Babys ab sechs Monaten bis hin zu Erwachsenen behandelt werden können
Lausbefall ist meldepflichtig: Schule und Kindergarten informieren, wenn das Kind Läuse hat.
Eventuell ist eine Bescheinigung vom Hausarzt oder der Hausärztin nötig, damit das Kind schon nach der erfolgreichen Behandlung wieder in die Schule oder den Kindergarten gehen kann.
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